Ipf-Ries-Halbmarathon war 2026 ein Ries-Ipf-Lauf

Bericht von Markus Lutz

Genauso wie im vergangenen Jahr fanden die Teilnehmer wieder bestes Frühlingswetter mit 22 Grad und viel Sonne vor. Der leichte Wind kam aus Osten und somit von hinten. Damit herrschten für die meisten Läufer optimale Bedingungen. Wie immer jedoch nutzte ein kleinerer Teil die (vermeintlich zu hohen) Temperaturen als willkommene Ausrede für nicht erreichte Zeiten oder zu große Anstrengungen. Also alles gut, alles wie immer.
Es ist Samstagabend 17:00 Uhr, am Reimlinger Tor scharren nach der Motivationshilfe mit rockigen Klängen die Pferdchen mit den Hufen und warten auf den unvermeidlichen Startschuss.

Und wie so häufig schoss unser Sufiyaan schon am Start etwas übers Ziel hinaus und forderte den Sieger der vergangenen vier Jahre auf dem Weg durch die Stadt heraus. Er musste jedoch sehr zeitig eingestehen, dass gegen Joachim Krauth am Ende keines gewachsen war. Allerdings rettete er in 1:19:40 so gerade noch den zweiten Platz, ein klasse Ergebnis. Der Warchinger Lucas Leinfelder hoffte vergebens auf einen entscheidenden Einbruch von Sufiyaan und musste sich im spannenden Endspurt mit 4 Sekunden Rückstand und dem dritten Rang begnügen.

Ähnlich dramatisch wie der Kampf um den zweiten Platz bei den Männern war das Duell um den Sieg bei den Frauen. Lisa Maisch konnte sich mit 20 Sekunden Vorsprung vor Anna Maria Melzer ins Ziel retten. Schnellste Oettingerin war Martina Bickelein in 1:38. Dass sie damit “nur” Zehnte wurde spricht für das hohe Niveau im Damenfeld.
Raas Sitta beendete den Lauf als 24ste in 1:46. Simone Lechner und Edina Grüneis bei ihrem ersten Halbmarathon kamen jeweils deutlich unter der 2-Stunden-Marke ins Ziel, Carolin Schübel landete nur knapp darüber. Interessanter Fakt zu Carolin: Ihr Weg führte innerhalb von 10 Monaten von der Laufkursabsolventin 2025 zur Halbmarathoni 2026. Respekt!

Zurück zu den Herren der Schöpfung. Hinter Sufiyaan hinterließen vor allem die (Langstrecken-)Triathleten Eindruck. Auf der Road to Roth sah man einen top-fitten Sascha Konsiurak, der seine Fußverletzung auskuriert hat und in gut 1:26 einen sehr starken 12. Platz erreichte. Knapp 3 Minuten dahinter lief Johannes Sartor mit einem sehr progressiv gestalteten Rennen noch auf Rang 18 vor. In ziemlich genau eineinhalb Stunden lief Markus Lutz auf den Bopfinger Marktplatz ein und wurde trotz deutlichem Trainingsrückstand 23ster. Das ist wohl dem Glück geschuldet, dass er ein gewisses Lauftalent in die Wiege gelegt bekommen hat. Er plant entgegen anderslautender Gerüchte jedoch keinen Start in Roth.

Auch Stefan Deißler kann seiner Roth-Teilnahme hoffnungsvoll entgegen sehen. Am Vormittag war er noch 100 km mit dem Rad unterwegs und wollte den Trainingstag mit “einem lockeren 21-km-Lauf mit angezogener Handbremse” ausklingen lassen. Allein, die Bremse hatte wohl einen Defekt oder er hatte das falsche Pedal gedrückt, am Ende standen jedenfalls 1:31 für ihn in der Ergebnisliste. Eine weitere Minute dahinter reihte sich unsere Nachwuchshoffnung Konstantin Christ ein, der sich nach überragenden Leistungen auf den Unterdistanzen langsam und behutsam an die langen Dinger heranwagt. Mit 1:33 ist auch Jürgen Gehring auf einem guten Weg, auch wenn er in Roth “nur” in einer Staffel Schwimmen und Laufen will.

Mit Klaus Stark, Johannes Christ und Christian Fischer überquerten drei weitere TSVler die Ziellinie ebenfalls unter der Marke von 1:40 Stunden. Und dass unser Abteilungsoberhäuptling Johannes Schramm nicht nur perfekt organisieren kann, sondern auch praxistauglich ist, bewies er mit einer Steigerung seiner Zeit gegenüber dem Vorjahr um mehrere Minuten auf 1:43. Fünf Minuten später war auch Olly Mebert im Ziel. Irgendwo dazwischen drängelte sich noch die Startnummer 1702. Wie diese Nummer bis nach Bopfingen kam, das weiß man allerdings nicht so genau bzw. sollte man auch gar nicht wissen. Spekulationen sind jedoch willkommen.
Dann gibt es noch einen Vorzeigeschwimmer in unseren Reihen, der sich mal im Laufen versuchte. Und dabei musste Andreas „Besen“ Wöcker zu seinem Leidwesen feststellen, dass er sich im Wasser deutlich wohler fühlt. In 1:54 Stunden wäre er auch sehr, sehr weit geschwommen.
Außerdem tummelten sich da noch um die 2-Stundenmarke herum Mathis Trautsch, Ulrich Sperrle und unser Sabreesh, der Halb-Ironman-in-spe. Seien wir gespannt auf den 31. Mai, was er im Kraichgau auf die 70.3 Strecke zaubert.
Den Abschluss der Oettinger, natürlich nicht des Gesamtfeldes, machte Oliver Bosch. Auch er „lernte“ das Laufen erst im vergangen Jahr mittels des Laufkurses und war sehr glücklich, diese Herausforderung bestanden zu haben.
Fazit: Es war ein schöner und erfolgreicher Tag, wir haben unsere tolle einheitliche Teamkleidung nicht nur spazieren getragen.

Habt ihr Fragen oder etwas ist unklar? Dann schreibt uns gerne!

 

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