32. Oettinger Triathlon

Bericht zum 32. Oettinger Triathlon
Bericht von Thomas Paus

Die bundesweit einzige Triathlon-Veranstaltung des Wochenendes fand am Sonntag, den 02.08.2020
in Oettingen statt. Wie nicht anders zu erwarten, war der Oettinger Triathlon sehr schnell
ausgebucht. Nachdem in diesem Jahr die meisten Veranstaltungen der Pandemie zu Opfer fielen, war
der Oettinger Triathlon auch für Athleten aus ganz Deutschland interessant. Sogar ein Teilnehmer
aus Hamburg war dabei.

Natürlich wurde in Oettingen diskutiert, ob man sich der Herausforderung einer
Massenveranstaltung unter Hygiene-Bedingungen stellen soll, oder ob man lieber bequem absagt.
Nachdem aber sowohl die Stadt als auch die Behörden Unterstützung signalisierten, fiel die
Entscheidung zugunsten der Durchführung.

Ein eigens erstelltes Hygiene-Konzept musste sicherstellen, dass mögliche Infektionsketten
nachverfolgbar sind. Deshalb fand der 32. Oettinger Triathlon erstmals ohne Zuschauer im
Wörnitzbad statt. Lediglich registrierte Athleten und Helfer hatten Zugang zum
Veranstaltungsgelände auf der Wörnitz-Insel. Zur Wahrung der Abstandregeln waren weitere
wichtige Bausteine des Konzepts die Beschränkung der Teilnehmerzahl auf 150 Starter, Einzelstarts
im 15 Sekunden Abstand, der Verzicht auf Staffeln und die Einteilung in drei Leistungsgruppen mit
jeweils 50 Personen.

Bild Tina Schramm

Bild Tina Schramm

Wie immer in Oettingen, standen auch in diesem Jahr Hobby-und Leistungssportler am Start und es
galt so schnell wie möglich 500m zu Schwimmen, 23,2 km Rad zu fahren und 5 km zu laufen.

Am schnellsten löste die Aufgabe Vorjahres-Sieger und Lokalmatador Timo Schmitz. Der für den TSVOettingen
startende Triathlet freute sich schon vor dem Start über das 23°C warme Wasser der
Wörnitz, denn als Top-Schwimmer ist er auch ohne Neopren-Anzug schnell. So bekam die Konkurrenz
seine Überlegenheit bereits in der Auftakt-Disziplin zu spüren. Mit Tagesbestzeit von 8:02 min legte
er den Grundstein für den späteren Sieg. Auch auf dem Rad machte er ordentlich Druck. Mit der
schnellsten Rad-Zeit (34:53 min inkl. Wechsel) und über 40 km/h Durchschnittsgeschwindigkeit baute
er seinen Vorsprung weiter aus, wohl wissend, dass ihm der extrem schnelle Läufer Fabian Eisenlauer
auf den Versen war. Auch auf der Laufstecke ließ er nichts mehr anbrennen. Mit sehr schnellen 18:08
min für die abschließenden 5 km über das Oettinger Rossfeld sicherte er sich den Sieg mit einer
Gesamtzeit von 1:01:05 Std. Den Zweiten Platz in der Gesamtwertung sicherte sich der Sieger von
2018 Fabian Eisenlauer vom hep Sports Team, der Triathlet mit Profilizenz konnte in allen Disziplinen
überzeugen, zeigte aber vor allem beim abschließenden Lauf seine Klasse. Seine 16:35 min bedeuten
einen Schnitt von 3:19 min pro Kilometer und eine Ziel-Zeit von 1:02:02 Std. Den dritten Platz auf
dem Treppchen sicherte sich in 1:02:55 min Joachim Kraut von der Aalener Sportallianz. Der AK
Sieger des Ironman Hamburgs von 2019 mischte lediglich im Schwimmen nicht ganz vorne mit.

Bild Thomas Paus

Beim Damenrennen konnte sich zunächst Lea Schmitz vom TSV Oettingen in Szene setzen. Mit ihrer
Schwimmzeit von 9:05 min hatte die Schwester des Tagessiegers zunächst die Nase vorn. Im Verlauf
des Rennens fiel sie allerdings mit ihrer Zeit von 1:15:50 Std. auf den 3. Gesamt-Platz zurück. Den
Sieg sicherte sich indessen Sirgrid Mutscheller von der SG Niederwangen in sehr schnellen1:09:59
Std. Damit waren nur neun Männer schneller als sie. Hervorragende Zweite wurde, wie auch schon
2019 Theresa Wild vom La Carrera TriTEam Rothsee in 1:13:28 Std.

Bild Thomas Paus

Auch in den Altersklassen waren die Rieser Athleten schnell unterwegs:

Bei den Damen konnten ihre Altersklasse gewinnen: Lea Schmitz, Theresa Wild, Franziska Krischdat (TSV Oettingen in 1:18:06 Std.), Heike Tremmel (TSV Oettingen in 1:36:29 Std.) und Simone Lechner (TSV Oettingen in 1:22:34 Std.).

Martina Tremel (TSV Oettingen in 1.34:48 Std.) wurde Zweite in der AK 40.

Bei den Männern gewannen Leonhard Wiedemann (TSV Harburg in 1:07:53 Std.), Markus Lutz (TSV Oettingen in 1:13:07 Std.), Franz Oschwald (TSV Harburg in 1:23:13 Std.) und Stefan Zeitlmann (TSV Harburg in 1:40:37 Std.) ihre Alterklasse.
Zweite wurden Robert Schebesta (TSV Oettingen in 1:15:07 Std.), Alexander Jung (TSV Harburg in 1:10:38 Std.) und Gerhard Seiler (TSV Oettingen in 1:42:20 Std.).

Den jeweils dritten Platz ihrer Altersklasse belegten: Marco Frickinger (Lavazza Bar Nördlingen in 1:10:42 Std.), Dieter Hecht (Lavazza Bar Nördlingen in 1:15:07 Std.), Paul Lechner (TSV Oettingen in 1:17:33 Std.) und Konrad Deiner (TSV Harburg in 1:33:05 Std.)

Obwohl in diesem Jahr vieles anders war, war auch vieles so wie immer. So standen auch diesem Jahr die vier noch verblieben sog. Eisernen am Start. Michael Häcker, Gerhard Seiler, Andi Steppich und Stefan Zeitlmann haben nun auch die 32. Auflage erfolgreich „gefinisht“. Auch die Stimmung im Ziel war gewohnt familiär und gut, obwohl die Einhaltung der Abstandregeln geboten war. Das sah auch Schwabens Kampfrichterobmann Ingo Spiegel so.

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